Wahl des Vorstandes der Schleswig-Holsteinischen Notarkammer

Die Mitgliederversammlung der Schleswig-Holsteinischen Notarkammer hat am 5. Juni 2019 Herrn Kollegen Dr. Ulrich Barthelme, Glücksburg, in den Kammervorstand gewählt. Er folgt dem ausgeschiedenen Vorstandsmitglied Herrn Kollegen Lars Peter Kayser, Flensburg, nach.

 

Folgende Vorstandsmitglieder wurden turnusgemäß für 4 Jahre wiedergewählt:

 

Rechtsanwalt und Notar Dr. Detlef Behrens, Kiel

Rechtsanwältin u. Notarin Anja Cassel, Neustadt

Rechtsanwalt und Notar Dr. Claus Cornelius, Kiel

Rechtsanwalt und Notar Stefan Koch, Flensburg

Rechtsanwalt und Notar Dr. Jürgen Krüger, Flensburg

Rechtsanwalt und Notar Andreas Kühnelt, Kiel

Rechtsanwalt und Notar Cord Plesmann, Itzehoe

 

Betrug mit gefälschten Kostenrechnungen in Handelsregistersachen

Nähere Informationen erhalten Sie hier.

WARNUNG DER BUNDESNOTARKAMMER – Achtung: Gefälschte E-Mails vom DNotI

Die Bundesnotarkammer warnt vor E-Mails, die angeblich vom Deutschen Notarinstitut (DNotI) stammen und an Notarinnen und Notare versendet werden. Diese E-Mails enthalten einen Link, der mit großer Wahrscheinlichkeit für die Installation schädlicher Software sorgt.

Wir bitten Sie, bei allen E-Mails des DNotI immer sorgfältig die Adresse des Absenders zu prüfen. Bei den schädlichen Nachrichten taucht zwar die Namensbezeichnung „Zentrale DNotI“ bzw. „Gutachten DNotI“ auf. Dahinter ist aber immer sofort eine nicht zum DNotI gehörende Absenderadresse erkennbar.

Auch weist die Bundesnotarkammer darauf hin, dass das DNotI keine Links an die Notarinnen und Notare versendet, sondern seine Gutachten und Antworten ausschließlich im PDF-Format verschickt.

Bitte teilen Sie der Bundesnotarkammer mit, wenn Sie selbst derartige E-Mails erhalten haben, Diese Mitteilungen können gesendet werden an:

datenschutz@bnotk.de

 

Bereitstellung und Aktivierung des beN

Zum 1. Januar 2018 wird die Bundesnotarkammer gemäß ihrem gesetzlichen Auftrag (§ 78n BNotO) für jeden im Notarverzeichnis eingetragenen Notar und Notariatsverwalter ein besonderes elektronisches Notarpostfach (beN) bereitstellen. Das beN wird das bislang für die elektronische Kommunikation mit Gerichten genutzte EGVP-Postfach ablösen. Zudem besteht zukünftig die Möglichkeit, dass die Bundesnotarkammer auch Notaren, Notariatsverwaltern, den Notarkammern und sonstigen notariellen Organisationen durch Einrichtung eines beN die sichere elektronische Kommunikation untereinander ermöglicht.

 

Das beN kann ab Januar 2018 mit Hilfe einer im Webshop der NotarNet GmbH (https://shop.notarnet.de/) zur Verfügung gestellten Anwendung aktiviert werden. Die Integration von beN in XNotar erfolgt zunächst in einer Pilotierungsphase, um einen stabilen Flächenbetrieb zu gewährleisten. Interessenten für den Pilotbetrieb der neuen XNotar-Version können sich per E-Mail an beN@bnotk.de wenden. Für XNotar-Nutzer, die an der Pilotierungsphase nicht teilnehmen möchten, empfehlen wir, bis zum Abschluss der Pilotierungsphase mit der Einrichtung des beN zu warten und weiterhin ihr bestehendes notarielles EGVP-Postfach zu nutzen. Bis zur Aktivierung können im beN noch keine Nachrichten eingehen, sodass zunächst kein Handlungsbedarf besteht. Die Notarinnen und Notare, die den EGVP-Versand bislang nicht mit XNotar, sondern direkt aus einer Notariatssoftware heraus vornehmen, sollten vor der Aktivierung des beN Kontakt zu ihrem Softwarehersteller aufnehmen.

 

Sobald die Pilotierungsphase abgeschlossen ist und der Flächenbetrieb beginnt, wird die Bundesnotarkammer hierzu nähere Informationen sowie eine ausführliche Anleitung zur Aktivierung des Postfachs bereitstellen.

Einrichtung der besonderen elektronischen Notarpostfächer (beN)

Gemäß § 78n BNotO richtet die Bundesnotarkammer zum 1. Januar 2018 für jeden Notar und Notariatsverwalter ein besonderes elektronisches Notarpostfach (beN) ein. Nachfolgend wird Ihnen die Bundesnotarkammer einige Informationen zum Hintergrund sowie zum geplanten Ablauf der Einrichtung und Inbetriebnahme des beN geben.

 

Das beN ist der Nachfolger des bislang für die elektronische Kommunikation mit Gerichten genutzten EGVP-Postfachs und stellt zukünftig einen „sicheren Übermittlungsweg“ für das Einreichen elektronischer Dokumente bei Gerichten dar (§ 130a Absatz 4 Nr. 2 ZPO in der ab 1. Januar 2018 geltenden Fassung). Es kann in bestimmten Fällen zum schriftformersetzenden Versand von Dokumenten verwendet werden, ohne dass es dabei einer qualifizierten elektronischen Signatur des Notars bedarf. Voraussetzung dafür ist, dass sich der Notar persönlich mit seiner Signaturkarte am Postfach anmeldet und die Nachricht selbst versendet. Für den Einsatz in Register- oder Grundbuchverfahren ist dies allerdings nicht vorgesehen, sodass es hier beim Einsatz der qualifizierten elektronischen Signatur bleibt. Ferner können Gerichte zukünftig Notaren über das beN Dokumente gegen elektronisches Empfangsbekenntnis zustellen (§ 174 Abs. 4 ZPO in der ab 1. Januar 2018 geltenden Fassung). Die beN-Anwendung, die von der Bundesnotarkammer zur Verfügung gestellt werden wird, wird eine Funktion zur Rücksendung des Empfangsbekenntnisses in strukturierter maschinenlesbarer Form enthalten.

 

Die Einrichtung des Postfachs muss einmalig durch den Notar persönlich mithilfe seiner Signaturkarte erfolgen. Die Bundesnotarkammer wird hierfür eine kostenfreie Anwendung zur Verfügung stellen, die im Webshop der NotarNet GmbH zum Download bereitgestellt werden wird. Mit der Einrichtung wird das beN aktiviert. Ab diesem Zeitpunkt ist nur noch ein lesender Zugriff auf das bisherige EGVP-Postfach des Notars möglich und dieses auch nicht mehr adressierbar. Der Notar ist daher nach der Aktivierung seines beN ausschließlich über dieses neue Postfach elektronisch erreichbar. Dem beN wird die Adresse des bisherigen EGVP-Postfachs zugewiesen (erkennbar an der EGVP-ID im Format „DE.BEN_PROD…..“), sodass die gewohnte Adresse erhalten bleibt.

 

Zugang zum und Nutzung des beN im notariellen Arbeitsalltag sind auf unterschiedlichen Wegen möglich. Einerseits kann hierfür die von der Bundesnotarkammer zur Verfügung gestellte beN-Anwendung verwendet werden. Andererseits wird eine Bedienung des beN auch über die Software XNotar der NotarNet GmbH möglich sein. Der Dokumentenversand in Register- und Grundbuchsachen kann daher ähnlich wie bei der bisherigen Nutzung eines EGVP-Postfachs erfolgen. Zudem kann das Postfach zukünftig auch über eine Notariatssoftware genutzt werden, vorausgesetzt, dass diese an die von der Bundesnotarkammer angebotenen Schnittstellen angebunden ist. In allen Fällen ist die Verwendung von zwei voneinander unabhängigen Sicherungsmitteln erforderlich (vgl. § 78n Abs. 2 Satz 1 BNotO). Der Zugang zum beN kann daher nur aus dem Notarnetz erfolgen. Zusätzlich muss sich der Nutzer mit Benutzername und Passwort authentifizieren. Notare können in bestimmten Fällen auch ihre Signaturkarte mit der dazugehörigen PIN verwenden.

 

Weitere Informationen zum beN, insbesondere zu den Einzelheiten seiner Einrichtung sowie zur Integration des beN in XNotar, werden Ihnen in den nächsten Wochen zur Verfügung gestellt.

Produktivstart von beN – Sichere Beteiligtenkommunikation

Vor wenigen Tagen hat die NotarNet GmbH ein weiteres Produkt in Betrieb genommen. Ab sofort steht das Produkt „beN – Sichere Beteiligtenkommunikation (beN-SBK)“ für den produktiven Einsatz bereit und kann bestellt werden. Dieses Programm ermöglicht den abhörsicheren, Ende-zu-Ende verschlüsselten und schnellen Austausch von Informationen und Dokumenten zwischen dem Notar und seinen Beteiligten, vor allem auch denjenigen, die bisher nicht über einen sicheren Zugang, wie z. B. das EGVP, zu erreichen sind. Für 19,00 Euro zzgl. USt. pro Monat erhält ein Notar ein eigenes beN-SBK-Postfach, über das er mit allen von ihm berechtigten Beteiligten Informationen und beliebige digitale Dokumente austauschen kann. Das Postfach wird über einen Browserzugang direkt im Notariat verwaltet, ohne zusätzliche Soft- oder Hardware. Der Beteiligte kann Nachrichten des Notariats weltweit ohne Verzögerung sicher abrufen. Er wird per E-Mail über neue beN-SBK-Nachrichten informiert. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt drei volle Kalendermonate mit einer Kündigungsfrist von zwei Wochen zum Monatsende. Das entsprechende Bestellformular sowie weitere Informationen zu beN-SBK sind auf der Webseite der NotarNet GmbH verfügbar (www.notarnet.de).

 

Derzeit ist beN-SBK noch über eine separate Weboberfläche zu bedienen. Es ist geplant, beN-SBK im Laufe des Jahres 2018 als Modul in XNotar 4.0 zu implementieren zusammen mit dem dann ebenfalls neuen beN-EGVP-Client.